Auffüllen

© Christoph Hähnel - Fotolia.com

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Acrylnagel auffüllen – Wenn der Nagel rauswächst

Zwischen Acrylnägeln und Naturnägeln besteht ein deutlicher Unterschied, der von Kunstnagelliebhabern keineswegs aus den Augen gelassen werden sollte: Acrylnägel wachsen nicht mit. Dies bedeutet, dass ein Acrylnagel immer so lang bleibt, wie bei der Modellage festgelegt wurde. Und er bleibt auch immer an derselben Stelle. Da der Naturnagel aber weiterhin wächst, bildet sich am Nagelbett früher oder später eine Kluft zwischen Acrylnagel und dem Naturnagel, denn letztgenannter kommt dann unweigerlich zum Vorschein. Zu diesem Zeitpunkt empfiehlt es sich den Acrylnagel auffüllen zu lassen. Dies hat nicht nur optische Gründe, sondern sollte auch aus gesundheitlichen Gründen nicht zu lange hinausgezögert werden. Wenn der unter dem Acrylnagel liegende Naturnagel durch das Nagelwachstum zum Vorschein kommt, ist dieser sehr weich und empfindlich. Wer seinen Acrylnagel auffüllen lassen will, sollte deshalb nicht zu lange warten, da der Naturnagel ansonsten geschädigt werden könnte. Auch aus hygienischen Gründen ist schnelles Handeln angeraten. Keime und Bakterien können sich andernfalls einnisten und den Naturnagel auch unter dem Acrylnagel angreifen.

Wie lässt sich ein Acrylnagel auffüllen?

Im Prinzip müssen all diejenigen, die ihren Acrylnagel auffüllen lassen möchten, genauso vorgehen, wie sie es von ihrer ersten Nagelmodellage gewohnt sind. Das bedeutet, dass in einem ersten Schritt eine umfassende Desinfektion erfolgen muss, damit sich unter der neuen Versiegelung keine Keime ansiedeln können. Danach wird eventuell aufgetauchte Nagelhaut entfernt, um einen perfekten Sitz des Kunstnagels zu gewährleisten. Im Anschluss erfolgt dann die Nagelmodellage auf dem freiliegenden Stück Naturnagel. Hierbei sollte besondere Sorgfalt an den Tag gelegt werden, damit es nicht zu unsauberen oder unebenen Abschlüssen kommt. Wer sich nicht zutraut den Acrylnagel auffüllen zu können, der kann alternativ auch den gesamten Acrylnagel entfernen und mit einer Neumodellage beginnen. Diese Vorgehensweise erweist sich aber als deutlich zeitintensiver.